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Ulm
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Klinikum Gotha
Klinikneubau in Gotha mit Uzin-Multibase
Jahr
2002
Gebäudetyp
Wirtschaftsbau
Belagsart
Linoleum
Technische Lösung
Elektrisch ableitf. Velegung, UZIN-Multibase
Marke
UZIN
Segment
Health & Care
Land
Deutschland
Ort
4000
Klinikneubau in Gotha mit Uzin-Multibase
Boden gut gemacht


(Ulm, Juli 2002 – rau)
Seit April 2002 steht den Patienten in Gotha und der Region ein hochmodernes Krankenhaus mit 305 Betten zur Verfügung. Dieses Helios Kreiskrankenhaus versorgt ein Einzugsgebiet von circa 150.000 Einwohnern mit modernsten Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Mit dem Neubau hat Helios in Gotha das Konzept eines modernen, am Patienten ausgerichteten Gesundheitszentrums mit Hotelstandard verwirklicht. In der Inneneinrichtung seiner Neubauprojekte orientiert sich Helios durch eine offene Gestaltung und die Verwendung freundlicher Materialien konsequent an Hotelstandards. Der Innenhof mit Cafeteria und Einkaufsmöglichkeiten ist mit einer Glaskuppel überdacht, als Attraktion lädt ein Wasserfall in mediterraner Landschaft zur Entspannung ein. Auch die Patientenzimmer sind auf das Wohl der Patienten ausgerichtet und mit Bad sowie WC ausgestattet. Warme Farbtöne und hochwertige Materialien bieten einen Aufenthalt in angenehmer Atmosphäre.
Nach kurzer und intensiver Planungszeit durch die Architekten Wörner & Partner wurden im März 1999 die Tiefbauarbeiten begonnen. Die bauliche Fertigstellung der insgesamt 26.000 m² Geschossfläche erfolgte bereits Ende 2001. Von Januar bis März 2002 wurden die technischen Anlagen in Betrieb genommen. Die Baukosten betrugen rund 77 Millionen Euro, wobei sich die Betreibergesellschaft Helios mit rund 15 Millionen aus Eigenmitteln beteiligt, der Rest wird vom Land Thüringen übernommen.

Spachteln des gesamten Untergrundes mit Uzin-NC 170

Der gesamte Untergrund wurde zuerst mit der hochfesten Spachtelmasse Uzin-NC 170 nivelliert. Diese selbstverlaufende Zement-Bodenausgleichsmasse für jeden Schichtdickenbereich ist geeignet zur Herstellung ebener und saugfähiger Verlegeflächen für Bodenbeläge aller Art. NC 170 ist universell geeignet für eine sehr hohe Beanspruchung auch mit Stuhlrollen und in Verbindung mit geeigneten Belägen für Drucklasten bis 50 kp/cm². Der pulverförmige, hochvergütete Werktrockenmörtel mit spezieller Feinkorn-Sieblinie ist ausgezeichnet fließ- und pumpfähig, schnell erhärtend und verlegereif und weist eine sehr hohe Druck- und Biegezugfestigkeit auf. NC 170 kam als Untergrundvorbereitungsprodukt im gesamten Klinikum zum Einsatz.

12.000 m² Bodenwechsel-System Multibase

In den vier Geschossen des Klinikneubaus wurden in den Bettenzimmern 5.500 m² colorette-Linoleumbelag von DLW und in den Fluren 6.500 m² Flotex-Textilbelag von Bonar Floors verlegt – alles auf dem Bodenwechsel-System Uzin-Multibase.
Uzin-Multibase wurde mit der Universalfixierung vollflächig auf den mit NC 170 vorbereiteten Untergrund geklebt und diente als verlegereife Unterlage für den nachfolgenden Linoleum- und Textilbelag. Diese Beläge können dann beim nächsten Belagswechsel einfach abgezogen werden – ohne mühevolles Arbeiten mit dem Stripper. Dabei spaltet sich Multibase in der Mitte, so dass ein Teil am Belagsrücken verbleibt und der andere Teil den neuen, verlegereifen Untergrund bildet.
Als Oberbelag kam in den Bettenzimmern colorette-Linoleumbelag von DLW zum Einsatz. Die Herausforderung beim Verlegen von Linoleum auf Multibase liegt im Eigenleben und im Spannungsverhalten des Belags. Schwerpunkte bei der Verlegung lagen demnach bei der Wahl der richtigen Zahnung für das Auftragen der Universalfixierung, bei der Klebstoffauswahl und in der Handhabung im Bereich des Belagsumschlags. Der Einsatz von Multibase unter Linoleum wurde individuell für dieses Objekt durch ein Team aus Anwendungstechnikern von Uzin in enger Abstimmung mit der Belagsindustrie geprüft und freigegeben. Die Verleger der Firma Fußboden-Bau Brüheim aus Stotternheim setzten diese Vorgaben dann entsprechend um.
Multibase wurde mit der Universalfixierung mit der Zahnung A 2 direkt auf den vorhandenen Untergrund geklebt und über Nacht getrocknet. Anschließend wurde der colorette-Linoleumbelag mit 3,2 Millimetern Dicke mit dem Lino-Klebstoff LE 2401 mit der Zahnung B 1 auf das Faservlies geklebt. Beim Auftragen des Klebstoffes auf der zweiten Hälfte muss darauf geachtet werden, dass kein doppelter Klebstoffauftrag erfolgt, um unschöne Markierungen in der fertigen Belagsoberfläche zu vermeiden. Der Dispersionsklebstoff LE 2401 ist ein Nassbettklebstoff mit sehr gutem Anzugsvermögen, rascher Festigekeitsentwicklung, guter Maßbeständigkeit und elastischer Klebefuge.
In den Fluren auf den vier Stockwerken wurde der Flotex-Textilbelag von Bonar Floors verlegt. Auch hier kam Multibase wie oben beschrieben auf dem Untergrund zum Einsatz. Der Textilbelag Flotex von Bonar Floors wurde mit KE 2000 S mit der Zahnung B 1 auf Multibase geklebt. Dieser Universal-Klebstoff hat eine sehr lange Klebrigkeitsphase und eine hohe Anfangs- und Endfestigkeit. Der Flotex-Textilbelag hat einen Weichschaumrücken, weswegen auch ein Dispersionsklebstoff für elastische Bodenbeläge zum Einsatz kam.
Belagswechsel in Krankenhäusern erfolgen meist sehr sporadisch, besonders aber nach Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Umso mehr spielen dort andere Faktoren eine wichtige Rolle, beispielsweise das Vermeiden von langen Standzeiten und natürlich die Sauberkeit im Gesundheitsbereich. Mit der spaltbaren Verlegunterlage Uzin-Multibase sind die besten Voraussetzungen für ein schnelles Renovieren gegeben, da Schmutz, Staub und Lärm vermieden werden. Vorallem partielle Renovierungen sind mit Multibase schnell und sauber mit geringstem Aufwand über Nacht zu bewältigen.

Elektrisch leitfähige Verlegung mit Uzin-KE 2000 SL

Das elektrostatische Verhalten eines Fußbodens wird heutzutage durch die Installation von mehr und mehr Elektronik immer wichtiger. In Räumen mit technischen Geräten wie beispielsweise der Radiologie und in den Operationssälen erfolgte deshalb eine elektrisch leitfähige Verlegung, um elektrostatische Aufladungen zu verringern.
Durch die Reibung isolierender Stoffe aneinander werden elektrostatische Aufladungen erzeugt. Ursache dafür ist, dass aus der Oberfläche der Stoffe Elektronen herausgerissen werden, die aufgrund der geringen Leitfähigkeit der Stoffe nicht schnell genug zurückfließen können. Durch die plötzliche Entladung einer elektrostatischen Spannung kann es zu Schäden an elektronischen Einrichtungen kommen. Speziell in medizinisch genutzten Räumen wie Operationssälen müssen Bodenbeläge der Klasse 3 eingesetzt werden, die neben einer antistatischen Funktion auch besonders ableitfähig sind. Dabei spielen natürlich die eingesetzten Verlegewerkstoffe eine besondere Rolle.
Aus diesem Grund kam in den 2.100 m² medizinisch genutzten Räumen der leitfähige Elastomer-Klebstoff Uzin-KE 2000 SL zum Einsatz. Dieser faserleitfähige Dispersionsklebstoff mit sehr hoher Klebkraft eignet sich für leitfähige, elastische Bodenbeläge im Innenbereich. KE 2000 SL ist für leitfähige Synthese-Kautschuk-Bahnenbeläge bis 3,5 Millimeter Dicke mit geschliffenem Rücken und glatter beziehungsweise leicht strukturierter Oberfläche geeignet. Der gebrauchsfertige, wasserbasierende Dispersionsklebstoff überzeugt durch eine lange Klebrigkeitsphase und eine hohe Festigkeit. KE 2000 SL ist elektrisch leitfähig nach DIN 53 276, hat eine sehr gute Weichmacherbeständigkeit und eine sehr hohe Ergiebigkeit. Als Ableitsystem kam zusätzlich das selbstklebende Uzin-Kupferleitband mittig unter jede vorgesehene Bodenbelagsbahn zum Einsatz. Die Kupferleitbänder wurden kopfseitig zum Erdanschluss hin verbunden. Alle 30 m² Fläche wurde eine Erdanschlussfahne aus Kupferband vorgesehen, die durch den Elektriker angeschlossen wurde. Als Bodenbelag kam der ableitfähige Kautschukbelag noraplan von Freudenberg zum Einsatz.

Verlegung der restlichen Bodenfläche

Neben den medizinisch genutzten Räumen wurden auf die restlichen 2.000 m² ebenfalls noraplan von Freudenberg geklebt  - da jedoch keine Ableitfähigkeit gefordert war, mit dem Universal-Haftklebstoff Uzin-KE 38 Ökoline. Der sehr emissionsarme Dispersionsklebstoff eignet sich für Synthesekautschuk-Bahnen bis 2,5 Millimeter Dicke mit geschliffenem Rücken und glatter Oberfläche. KE 38 ist einsetzbar auf gespachtelten, ebenen und saugfähigen Untergründen im Wohn-, Arbeits-, Objekt- und Sportstättenbereich. KE 38 ist ein gebrauchsfertiger, lösemittelfreier Dispersionsklebstoff, der schnelles Anzugsvermögen, lange Einlegezeit und hohe Weichmacherbeständigkeit mit hohen Anforderungen hinsichtlich Arbeitsschutz, Raumluftqualität und Umweltverträglichkeit vereinigt.

Fußboden-Bau Brüheim GmbH

Das 1990 gegründete Familien-Unternehmen aus Stotternheim hat seinen Schwerpunkt im Objektbau, Geschäftsführerin ist Jutta Brüheim, Reinhardt Brüheim war Bauleiter beim Klinikneubau in Erfurt. Referenzen des Betriebes liegen beispielsweise in Parkett- und Bodenbelagsarbeiten beim Philipp-Holzmann Konzern, der AOK in Erfurt, der Deutschen Bundeswehr in Erfurt und verschiedenen Klinikbauten.

Helios Kreiskrankenhaus Gotha

Die Helios Kliniken GmbH gehört in Deutschland zu den größten Privatträgern von Akutkrankenhäusern. Neben dem Ziel, Medizin bezahlbar zu machen, setzt sich die Helios Kliniken GmbH für eine patientenorientierte Medizin ein. Seit der Einweihung des Klinikums in Gotha im Frühjahr diesen Jahres befinden sich nunmehr 17 Kliniken in der mehrheitlichen Trägerschaft der Helios Kliniken GmbH.
Mit dem Neubau hat das Helios Krankenhaus in Gotha das Konzept eines modernen, am Patienten ausgerichteten Gesundheitszentrums mit Hotelstandard verwirklicht. In der Inneneinrichtung dieses Neubauprojekts orientiert sich Helios durch eine offene Gestaltung und die Verwendung umweltfreundlicher Materialien konsequent an Hotelstandards. Die bauliche Fertigstellung der insgesamt knapp 27.000 Quadratmeter Geschossfläche erfolgte bereits Ende vergangenen Jahres. Von Januar bis März 2002 wurden die technischen Anlagen in Betrieb genommen und in einem erfolgreichen Probelauf getestet. Mit dem neuen Krankenhaus werden die derzeit in Gotha betriebenen Kliniken, die bisher auf drei Standorte verteilt waren, in einem Haus zusammen gefasst. Die Baukosten betrugen rund 77 Millionen Euro, Helios beteiligte sich mit rund 15 Millionen Euro aus Eigenmitteln, das Land Thüringen mit rund 62 Millionen Euro.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Uzin Utz Unternehmenskommunikation, Katrin Raumer, Telefon 07 31 / 40 97 – 2 11, Telefax 07 31 / 40 97 – 1 08 oder per e-mail: raumer@uzin.de.
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